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Anschreiben13 Min. LesezeitVon Marcel

Interne Bewerbung: was reingehört, wen du wann informierst

Der Ablauf einer internen Bewerbung, der Zeitpunkt für das Gespräch mit deiner Führungskraft, und wer im Betrieb deine Unterlagen laut Gesetz zu sehen bekommt.

interne Bewerbung

Eine interne Bewerbung endet, wenn sie klappt, in einer Versetzung, und die hat einen eigenen Ablauf. Informiere deine Führungskraft selbst, am besten am Tag der Bewerbung. Vertraulich bleibt es ohnehin nur begrenzt: Gibt es einen Betriebsrat, muss der Arbeitgeber ihm vor der Versetzung deine Bewerbungsunterlagen vorlegen (§ 99 Abs. 1 BetrVG).

Im Intranet steht seit gestern eine Stelle, die du willst. Zwei Etagen weiter, gleiche Firma, anderer Bereich. Du hast die Ausschreibung dreimal gelesen und bist an derselben Stelle hängen geblieben wie beim ersten Mal: Sagst du deiner Führungskraft Bescheid, bevor du dich bewirbst? Und wenn du es nicht sagst, wie lange bleibt das eigentlich unter uns?

Die Ratgeber, die zu dieser Frage ranken, antworten fast alle gleich. Informier deinen Chef, das zeige Professionalität und Respekt, sonst erfahre er es über den Flurfunk. Das ist als Empfehlung in Ordnung, beantwortet aber die Frage darunter nicht. Wer außer deiner Führungskraft es erfährt, hängt nämlich nicht am Flurfunk, sondern am Betriebsverfassungsgesetz.

Die Kurzfassung

  • Deine interne Bewerbung ist, wenn sie erfolgreich ist, eine Versetzung. Das Betriebsverfassungsgesetz definiert die als Zuweisung eines anderen Arbeitsbereichs, die voraussichtlich länger als einen Monat dauert (§ 95 Abs. 3 BetrVG). Damit hängt an deiner Bewerbung ein Verfahren, das eine externe Bewerbung nicht hat.
  • Vertraulichkeit ist gesetzlich begrenzt. In Unternehmen mit mehr als zwanzig wahlberechtigten Arbeitnehmern muss der Arbeitgeber dem Betriebsrat vor der Versetzung die erforderlichen Bewerbungsunterlagen vorlegen (§ 99 Abs. 1 BetrVG). Plane damit.
  • Intern zu sein verschafft dir keinen Vorrang. Das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern hat am 3. Mai 2019 (Az. 4 TaBV 15/18) entschieden, dass eine innerbetriebliche Ausschreibung den Arbeitgeber nicht verpflichtet, internen Bewerbern den Vorzug zu geben.

Was genau ist eine interne Bewerbung?

Eine interne Bewerbung ist eine Bewerbung auf eine Stelle bei deinem eigenen Arbeitgeber, während dein Arbeitsverhältnis läuft. Formal verlangen die meisten Unternehmen dasselbe Paket wie von außen: Anschreiben, Lebenslauf, oft die Zeugnisse. Inhaltlich ist es eine andere Situation, weil die Leute, die entscheiden, Zugriff auf deine Personalakte haben und Kolleginnen fragen können, die mit dir gearbeitet haben.

Der Aufbau des Bewerbungspakets ist derselbe wie sonst auch, und den beschreibe ich hier nicht noch einmal: In der Kategorie Anschreiben steht, was in ein Anschreiben gehört und was du weglassen kannst, und wie eine vollständige Bewerbung aufgebaut ist, habe ich getrennt beschrieben. Dieser Text behandelt das, was nur intern passiert.

Rechtlich interessant wird es am Ende. Wenn du die Stelle bekommst und in einen anderen Bereich wechselst, ist das eine Versetzung im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes. § 95 Abs. 3 BetrVG sagt dazu wörtlich: "Versetzung im Sinne dieses Gesetzes ist die Zuweisung eines anderen Arbeitsbereichs, die voraussichtlich die Dauer von einem Monat überschreitet, oder die mit einer erheblichen Änderung der Umstände verbunden ist, unter denen die Arbeit zu leisten ist." Der Monat ist der Grund, warum eine dreiwöchige Vertretung in der Nachbarabteilung kein Verfahren auslöst und dein Abteilungswechsel schon.

Wann solltest du deine Führungskraft informieren?

Am besten am Tag der Bewerbung selbst. Vorher gibst du eine Absicht preis, aus der vielleicht nichts wird, und lieferst deiner Führungskraft die Möglichkeit, dir abzuraten. Deutlich danach riskierst du, dass sie es von jemand anderem hört, und dann dreht sich das Gespräch um den Zeitpunkt deiner Information.

Eine gesetzliche Pflicht, deine Führungskraft vorab zu informieren, gibt es in Deutschland nicht. Es kann aber eine betriebliche Regelung geben, die etwas anderes vorsieht. Wenn in deinem Unternehmen eine Betriebsvereinbarung zum internen Ausschreibungsverfahren existiert, steht der Ablauf dort, und die lohnt sich vor der Bewerbung zu lesen. Der Betriebsrat kann dir sagen, ob es eine gibt.

Für das Gespräch selbst reichen drei Sätze: dass du dich beworben hast, auf welche Stelle, und dass du eine geordnete Übergabe zusagst, falls es klappt. Länger wird es nur, wenn du anfängst, dich zu rechtfertigen. Was du an dieser Stelle nicht brauchst, ist eine Begründung, warum du weg willst. Die gehört in das Auswahlgespräch mit der neuen Abteilung, und dazu unten mehr.

Gibt es ein Gespräch, das du verlangen kannst, bevor du dich bewirbst?

Ja. § 82 Abs. 2 BetrVG gibt dir ein Recht darauf, das die wenigsten kennen. Der Satz lautet: "Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass ihm die Berechnung und Zusammensetzung seines Arbeitsentgelts erläutert und dass mit ihm die Beurteilung seiner Leistungen sowie die Möglichkeiten seiner beruflichen Entwicklung im Betrieb erörtert werden."

Das ist der Rahmen, den du suchst, wenn du noch schwankst. Du fragst nach den Möglichkeiten deiner beruflichen Entwicklung im Betrieb, und darauf hast du einen Anspruch. Zwei Sätze weiter steht der Teil, der das Gespräch erst brauchbar macht: "Er kann ein Mitglied des Betriebsrats hinzuziehen. Das Mitglied des Betriebsrats hat über den Inhalt dieser Verhandlungen Stillschweigen zu bewahren." Für dieses eine Gespräch ist Vertraulichkeit also im Gesetz geregelt, anders als für dein Bewerbungsverfahren.

Voraussetzung ist ein Betriebsrat, sonst greift das Hinzuziehen ins Leere. Ein solches Gespräch bringt dir eine Einschätzung, bevor du dich festlegst, und in manchen Fällen den Hinweis, dass die Stelle im Nachbarbereich für dich ohnehin nicht in Frage kommt. Eine Zusage bekommst du dort nicht.

Wer erfährt sonst noch von deiner Bewerbung?

Der Betriebsrat, sofern es einen gibt und das Unternehmen groß genug ist. § 99 Abs. 1 Satz 1 BetrVG lautet: "In Unternehmen mit in der Regel mehr als zwanzig wahlberechtigten Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber den Betriebsrat vor jeder Einstellung, Eingruppierung, Umgruppierung und Versetzung zu unterrichten, ihm die erforderlichen Bewerbungsunterlagen vorzulegen und Auskunft über die Person der Beteiligten zu geben."

Das ist der Punkt, an dem die übliche Flurfunk-Warnung zu kurz greift. Deine Unterlagen werden in diesem Verfahren vorgelegt, weil das Gesetz es verlangt. Satz 2 derselben Vorschrift ergänzt, dass der Arbeitgeber bei Versetzungen "insbesondere den in Aussicht genommenen Arbeitsplatz und die vorgesehene Eingruppierung mitzuteilen" hat. Dein künftiges Gehaltsband ist damit im Gremium bekannt.

Das heißt nicht, dass jeder alles erfährt. Der Betriebsrat unterliegt beim Umgang mit deinen Daten dem Datenschutzrecht: § 79a Satz 1 BetrVG stellt klar, dass er bei der Verarbeitung personenbezogener Daten "die Vorschriften über den Datenschutz einzuhalten" hat. Die praktische Konsequenz ist trotzdem simpel. Rechne damit, dass mehr Menschen im Haus von deiner Bewerbung wissen als die beiden Führungskräfte, mit denen du gesprochen hast, und schreib nichts in dein Anschreiben, was du in dieser Runde nicht vertreten würdest.

Was gehört in ein internes Anschreiben?

Was gehört in ein internes Anschreiben?

Vier Dinge, und eines davon steht in fast keinem Muster. Erstens die Stelle und woher du sie kennst, in einem Satz. Zweitens die Begründung, warum dieser Bereich und warum jetzt. Drittens zwei bis drei Belege aus deiner Arbeit hier, die zu den Anforderungen der Ausschreibung passen, mit Ergebnis statt Aufgabenbeschreibung. Viertens der Teil, den externe Bewerber nicht liefern können: ein Vorschlag zur Übergabe deiner jetzigen Aufgaben, mit einem realistischen Zeitraum.

Der vierte Punkt arbeitet für dich. Er beseitigt das stärkste Argument, mit dem deine aktuelle Führungskraft den Wechsel intern verzögern kann, nämlich dass dein Weggang gerade nicht geht. Wenn im Anschreiben ein Datum steht, ab dem die Nachbesetzung eingearbeitet sein kann, ist diese Diskussion vorweggenommen.

Was du weglassen kannst: die Firmenbeschreibung, die Erklärung, warum du dich für das Unternehmen interessierst, und den Absatz über deine Werte. Die Leser arbeiten hier. Halte dich an eine Seite.

Wie begründest du den Wechsel, ohne deine jetzige Stelle schlechtzureden?

Indem du über die neue Aufgabe sprichst. Jede Begründung, die mit einem Mangel im aktuellen Team anfängt, landet früher oder später bei deiner jetzigen Führungskraft, und die sitzt zwei Türen weiter.

Praktisch funktioniert eine Reihenfolge: Was du in den letzten ein bis zwei Jahren hier aufgebaut hast, was davon in der neuen Rolle weiterläuft, und was dort dazukommt, das du heute nicht machen kannst. Der letzte Teil trägt die Begründung. Er benennt eine Lücke in deiner Entwicklung, ohne jemandem die Schuld daran zu geben.

Die Frage nach der Wechselmotivation kommt intern schärfer als extern, weil deine Gesprächspartner die Antwort überprüfen können. Sie kennen den Bereich, aus dem du kommst, oft die Person, die ihn leitet, und manchmal das Projekt, das du als Beispiel nennst. Eine geglättete Version fällt hier schneller auf als in einem externen Gespräch. Der Mechanismus ist derselbe wie beim Anschreiben für den Quereinstieg, nur mit besser informierten Lesern.

Brauchst du intern überhaupt noch einen Lebenslauf?

Brauchst du intern überhaupt noch einen Lebenslauf?

Meistens ja, weil das Bewerbungsformular ihn verlangt und weil die neue Führungskraft keinen Zugriff auf deine Personalakte hat. Die liegt in der Personalabteilung.

Was sich ändert, ist die Gewichtung. Deine Stationen vor dem aktuellen Arbeitgeber interessieren weniger, deine Stationen hier interessieren mehr, und zwar in der Auflösung, die eine externe Bewerbung nicht bringen würde: einzelne Projekte, Systeme, Bereiche, in denen du gearbeitet hast. Kürze den Teil vor deinem Eintritt auf das Nötige zusammen und nutze den Platz für die letzten Jahre.

Eine Einschränkung, die ehrlich dazugehört: Was in deinem Lebenslauf steht, ist intern überprüfbar. Eine Formulierung, die deinen Anteil an einem Projekt größer klingen lässt, als er war, liest jemand, der dabei war.

Haben interne Bewerber Vorrang?

Nein. Die Annahme liegt nahe und stimmt trotzdem nicht. Das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern hat am 3. Mai 2019 (Az. 4 TaBV 15/18) entschieden, dass eine innerbetriebliche Ausschreibung weder den Bewerberkreis auf den Betrieb festlegt noch den Arbeitgeber verpflichtet, internen Bewerbern bei der Besetzung den Vorrang einzuräumen. Die Besetzung liegt im Ermessen des Arbeitgebers. Gelesen habe ich die Entscheidung in der Aufbereitung durch fuchsbriefe.de, den Volltext hatte ich nicht vorliegen; deshalb steht sie hier mit Gericht, Datum und Aktenzeichen und ohne Wortlautzitat.

Manche Ratgeber schreiben, die Chancen seien intern höher, weil du die Abläufe schon kennst. Eine Quelle für diese Aussage habe ich in der Recherche nicht gefunden, und deshalb steht in diesem Text keine Zahl dazu. Plausibel ist der Kern trotzdem: Deine Belege sind für die Gegenseite überprüfbar, und Überprüfbarkeit hilft dir, solange die Belege stimmen.

Ein zweiter Punkt gehört dazu. Die interne Ausschreibung selbst ist manchmal Formsache, weil der Betriebsrat sie nach § 93 BetrVG verlangt hat, während die Nachfolge intern längst feststeht. Die Regel funktioniert genau so. Sie hat allerdings Zähne: Nach § 99 Abs. 2 Nr. 5 BetrVG kann der Betriebsrat seine Zustimmung zu einer personellen Maßnahme verweigern, wenn "eine nach § 93 erforderliche Ausschreibung im Betrieb unterblieben ist". Ausschreiben ist also nicht optional, sobald das Gremium es verlangt hat.

Unterschied Externe Bewerbung Interne Bewerbung
Wer liest die Unterlagen Personalabteilung, Fachbereich zusätzlich der Betriebsrat, § 99 Abs. 1 BetrVG
Überprüfbarkeit deiner Belege Referenzen, Arbeitszeugnisse Kolleginnen und Kollegen im Haus
Anschreiben-Umfang Motivation plus Firmenbezug Motivation plus Übergabevorschlag, ohne Firmenbezug
Nach der Zusage Vertrag, Kündigungsfrist beim alten Arbeitgeber Änderungsvereinbarung, Zustimmung des Betriebsrats
Nach einer Absage kein weiterer Kontakt du arbeitest weiter mit den Beteiligten

Warum passiert nach der mündlichen Zusage erstmal nichts?

Weil noch ein Schritt fehlt, den du nicht siehst. Der Arbeitgeber muss die Zustimmung des Betriebsrats zur Versetzung einholen, und für die Antwort gilt eine Frist. § 99 Abs. 3 Satz 1 BetrVG: "Verweigert der Betriebsrat seine Zustimmung, so hat er dies unter Angabe von Gründen innerhalb einer Woche nach Unterrichtung durch den Arbeitgeber diesem schriftlich mitzuteilen." Satz 2 regelt den Normalfall: "Teilt der Betriebsrat dem Arbeitgeber die Verweigerung seiner Zustimmung nicht innerhalb der Frist schriftlich mit, so gilt die Zustimmung als erteilt."

Eine Woche Schweigen bedeutet also Zustimmung. Wenn zwischen dem "wir nehmen dich" und der schriftlichen Bestätigung sieben bis zehn Tage liegen, ist das der wahrscheinlichste Grund. Die Zusage steht deshalb nicht in Frage.

Parallel läuft das Vertragliche. Ein Wechsel mit neuer Position oder neuem Gehalt wird über eine Änderungsvereinbarung zum bestehenden Arbeitsvertrag geregelt. Bis die vorliegt, hast du eine Absichtserklärung. Frag nach einem Datum für die Änderungsvereinbarung, bevor du deinem Team etwas erzählst.

Was passiert nach einer internen Absage?

Was passiert nach einer internen Absage?

Du bleibst. Das ist der ganze Unterschied zu einer externen Absage, und er wird regelmäßig unterschätzt. Extern schließt sich mit der Absage die Tür, intern gehst du am Montag zurück an einen Schreibtisch, an dem inzwischen alle wissen, dass du weg wolltest.

Zwei Dinge helfen. Erstens: Bitte die neue Abteilung um eine kurze Begründung. Intern bekommst du sie häufiger als extern, weil du erreichbar bist und weiter im Haus arbeitest, und sie sagt dir, ob es an einer fehlenden Qualifikation lag oder an einem stärkeren Mitbewerber. Zweitens: Sprich mit deiner eigenen Führungskraft über das Ergebnis, bevor sie es woanders hört. Das ist derselbe Zeitpunkt-Mechanismus wie am Anfang.

Wenn du den Eindruck hast, dass dir wegen deiner Bewerbung Nachteile entstehen, ist das ein Fall für den Betriebsrat. § 99 Abs. 2 Nr. 4 BetrVG kennt die Benachteiligung eines Arbeitnehmers durch eine personelle Maßnahme ausdrücklich als Grund, eine Zustimmung zu verweigern. Damit ist geklärt, an wen im Haus diese Frage gehört. Eine rechtliche Einschätzung deines Falls ersetzt dieser Absatz nicht.

Für wen ist dieser Weg nicht der richtige?

  • Wer im öffentlichen Dienst arbeitet. Dort gilt für die Besetzung die Bestenauslese nach Art. 33 Abs. 2 GG, und das Verfahren funktioniert anders als in einem privatwirtschaftlichen Betrieb. Der Text hier passt darauf nicht.
  • Wer in einem Betrieb ohne Betriebsrat arbeitet oder in einem Unternehmen mit zwanzig oder weniger wahlberechtigten Arbeitnehmern. Dann greift der ganze § 99-Teil nicht. Die Punkte zum Zeitpunkt, zum Anschreiben und zur Begründung bleiben, das Verfahren fällt weg.
  • Wer sich vor allem von seiner aktuellen Führungskraft wegbewerben will. Ein Konflikt löst sich durch eine interne Bewerbung selten, und wenn die Bewerbung scheitert, ist die Lage schlechter als vorher. Dafür ist der Betriebsrat da.

Wo hilft dir hier eine KI, und wo nicht?

Zuerst die Grenze, weil sie hier schwerer wiegt. Jobscalr schneidet Bewerbungsunterlagen auf eine konkrete Stellenanzeige zu und bezieht seine Anzeigen aus öffentlichen Quellen wie Adzuna, Karriereportalen von Unternehmen, Arbeitnow, der Bundesagentur für Arbeit und Remote-Jobbörsen. Eine Ausschreibung, die nur in deinem Intranet steht, ist da nicht dabei. Du kannst den Text einfügen, aber gefunden wird er nicht.

Was bleibt, ist der Zuschnitt. Die KI schreibt deinen Lebenslauf auf die Anforderungen einer Anzeige um, gewichtet die Abschnitte danach, was die Stelle verlangt, und macht aus Aufgabenlisten Stichpunkte mit einem Ergebnis. Fehlt eine geforderte Fähigkeit, fragt sie nach und nimmt sie nur mit deiner Bestätigung auf. Für eine interne Bewerbung ist genau das der relevante Teil, weil jede erfundene Angabe hier von Leuten gelesen wird, die dabei waren. Was herauskommt, ist ein Entwurf, den du prüfst und änderst, bevor du ihn abschickst.

Den Rechercheschritt, den Jobscalr für Anschreiben nutzt, brauchst du nicht: Du arbeitest dort.

Häufige Fragen zur internen Bewerbung

Muss ich meinen Chef vor der internen Bewerbung um Erlaubnis fragen?

Nein. Eine interne Bewerbung ist keine genehmigungspflichtige Handlung, und eine gesetzliche Pflicht zur vorherigen Information gibt es nicht. Prüfe aber, ob in deinem Unternehmen eine Betriebsvereinbarung zum internen Ausschreibungsverfahren gilt, die einen bestimmten Ablauf vorgibt. Der Betriebsrat kann dir sagen, ob es eine gibt.

Darf mein Vorgesetzter meine interne Bewerbung blockieren?

Er darf deine Leistung sachlich einschätzen, wenn er gefragt wird. Er darf keine falschen Tatsachen behaupten und deine Unterlagen nicht zurückhalten. Wenn du den Eindruck hast, dass eine Bewerbung deshalb nicht weitergeleitet wurde, wendest du dich an den Betriebsrat.

Wie lang sollte ein internes Anschreiben sein?

Eine Seite, meistens deutlich kürzer als eine externe. Firmenbeschreibung und die Begründung, warum du bei diesem Arbeitgeber arbeiten willst, fallen weg. Der Platz gehört den Belegen aus deiner Arbeit hier und dem Übergabevorschlag.

Bekomme ich eine Begründung, wenn die interne Bewerbung abgelehnt wird?

Einen Anspruch auf eine Begründung hast du nicht. Intern bekommst du trotzdem häufiger eine als extern, weil du erreichbar bleibst und weiter im Haus arbeitest. Frag die Fachabteilung direkt und in einem Satz, statt es über die Personalabteilung laufen zu lassen.

Muss ich in der internen Bewerbung meine Gehaltsvorstellung nennen?

Nur wenn die Ausschreibung danach fragt. Bei einer Versetzung teilt der Arbeitgeber dem Betriebsrat ohnehin "die vorgesehene Eingruppierung" mit (§ 99 Abs. 1 Satz 2 BetrVG), das Thema kommt also im Verfahren auf. Der richtige Zeitpunkt für dich ist das Gespräch über die Änderungsvereinbarung.

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Sieh ehrlich, wie gut du zur Stelle passt, bevor du abschickst, und pass Lebenslauf und Anschreiben genau darauf an. Deine erste Analyse ist kostenlos.

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